Der Standard kann von jeder Organisation angewendet werden, egal wie groß sie ist oder welchem Industriesektor sie angehört.
Durch die Veröffentlichung der neuen internationalen Norm ISO 50001 wird die EN 16001 entsprechend der Regeln der europäischen Normenorganisation CEN am 26. April 2012 zurückgezogen und durch die DIN EN ISO 50001 ersetzt.
Nach dem Rückzug der Norm können keine weiteren akkreditierten Zertifizierungen der EN 16001 durchgeführt werden. Ein akkreditiertes Zertifikat ist allerdings Voraussetzung für die Beantragung der EEG Begrenzung. Für einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage nach §§ 40 ff EEG 2009 sollen ab 2012 nur noch EN 16001 bzw. ISO 50001 und EMAS als Nachweis der Zertifizierung dienen und ab 2013 verpflichtend sein, wie im II A 1. Untermerkblatt zur Zertifizierung des Energieverbrauchs und der Energieverbrauchsminderungspotenziale des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beschrieben.
Energiekonzept der Bundesregierung
Auch im Energiekonzept der Bundesregierung wird die wachsende Bedeutung des Energiemanagements deutlich. Unter Punkt 2. "Ausschöpfung der Effizienzpotentiale in der Industrie" heißt es:
„In Zukunft wird die Energieeffizienz ein noch wichtigerer Maßstab für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und auch ihrer Innovationskraft sein. Deshalb ist die Steigerung der Energieeffizienz für die Industrie eine Schlüsselfrage. In der deutschen Industrie besteht nach wissenschaftlichen Studien ein wirtschaftliches Einsparpotential von jährlich 10 Mrd. €. Vor diesem Hintergrund wird die Bundesregierung Eigeninitiativen der Industrie unterstützen, z.B. durch die Partnerschaft für Klimaschutz und Energieeffizienz des DIHK.
Wir wollen daher die Unternehmen dazu anregen, die Effizienzpotentiale eigenständig zu realisieren und umzusetzen. Energiemanagementsysteme sind dabei eine wichtige Möglichkeit, Effizienzpotenziale aufzuzeigen. Diese sind inzwischen durch internationale Normen anerkannt (EN 16001, ISO 50001) und bedeuten im Kern die regelmäßige Erfassung der Energieströme und der Minderungspotentiale in den Produktionsprozessen. Die Norm schreibt keine Maßnahmen vor, sondern überlässt es den Unternehmen zu entscheiden, welche wirtschaftlichen und Effizienz steigernden Maßnahmen sie umsetzen wollen. Schon heute werden Energiemanagementsysteme bzw. Energieaudits in vielen Unternehmen genutzt, um systematisch Verbesserungschancen in betrieblichen Energieversorgungssystemen zu identifizieren und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kosten zu erschließen.
Die EU-Kommission hat die Steuervergünstigungen der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Öko-Steuer bis zum 31.12.2012 genehmigt. Die entsprechende Richtlinie fordert, dass die Betriebe für Steuervergünstigungen, wie den Spitzenausgleich, eine entsprechende Gegenleistung erbringen. Die Bundesregierung wird ab 2013 den im Haushaltsbegleitgesetz zu beschließenden Spitzenausgleich im Rahmen der Energie- und Stromsteuer nur noch gewähren, wenn die Betriebe einen Beitrag zu Energieeinsparungen leisten. Der Nachweis der Einsparung kann durch die zertifizierte Protokollierung in Energiemanagementsystemen oder durch andere gleichwertige Maßnahmen erfolgen. Bei den anderen Steuervergünstigungen wird die Bundesregierung prüfen, mit welchen Maßnahmen den Anforderungen der Richtlinie nach einer entsprechenden Gegenleistung Rechnung getragen werden kann. Diese soll in Zukunft an die Durchführung von Energiemanagementsystemen entsprechend den internationalen Normen (EN 16001, ISO 50001) geknüpft werden. Damit sollen die entsprechenden Effizienzpotentiale sichtbar gemacht und damit auch genutzt werden können. Dabei geht es um ein kostengünstiges Konzept, das insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nicht überfordert und dennoch systematisch die Verbesserungschancen offen legt.“
Ziel
Eine Zertifizierung Ihres Energiemanagementsystems zeigt Ihren Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern, dass Sie Ihre Energieeffizienz systematisch managen und demonstriert Verantwortung gegenüber der Umwelt.
Durch jährliche periodische Audits und Re-Zertifizierungen nach drei Jahren unterstützen Zertifizierungen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Ein Zertifikat nach EN 16001 und ISO 50001 bestätigt offiziell, dass Sie die Anforderungen des Standards erfüllen. Dies kann als Nachweis zur Erfüllung von Voraussetzungen für steuerliche Erleichterungen dienen. Im Energiekonzept der Bundesregierung, das Ende September 2010 beschlossen wurde, heißt es, dass Steuervergünstigungen ab 2013 nur noch gewährt werden, wenn die Betriebe einen Beitrag zu Energieeinsparungen leisten.
Vorteile
Ein Energiemanagementsystem
- reduziert aktiv den Energieverbrauch und die Energiekosten
- reduziert Emissionen
- verbessert die Reputation Ihres Unternehmens bei Kunden, Behörden und Partnern
- dokumentiert Einsparungen zum Nachweis gegenüber externen Behörden (z.B. als Voraussetzung für
- Steuervergünstigungen) und zum internen Gebrauch
- Verbesserung der Energieeffizienz
- Sensibilisiert die Mitarbeiter für das Thema
Die Aufwände für die Zertifizierung nach EN 16001 und ISO 50001 sind identisch.
DNV stellt aus diesem Grund in der Regel ab sofort für Neu- und Rezertifizierungen Zertifikate nach ISO 50001 aus und empfiehlt, nicht mehr nach EN 16001 zu zertifizieren.
Ein Energiemanagementsystem kann separat oder als integriertes Managementsystem implementiert werden, zum Beispiel gemeinsam mit der ISO 14001, die die gleiche Struktur hat. Dies spart Zeit und Geld.
Weitere Informationen
Lesen Sie mehr über die akkreditierte Zertifizierung, den Weg zur Zertifizierung und warum Sie DNV Business Assurance als Ihren Partner wählen sollten.