Die Auswahl des für Ihr Unternehmen passenden Standards richtet sich zunächst nach der Art des Produktes:
- Produkte, die in das Fahrzeug eingebaut werden
- Produktionsmittel und Anlagen
Hersteller von Produkten, die in das Fahrzeug eingebaut werden:
Der internationale Standard ISO/TS 16949:2002 vereint die Anforderungen der ehemaligen QS-9000:1998 und des VDA 6.1:2003. Er wird daher von fast allen Automobilherstellern akzeptiert. Die „Big Three“ der Automobilhersteller - DaimlerChrysler, General Motors und Ford – beauftragen ausschließlich Zulieferer, die nach ISO/TS 16949:2002 zertifiziert sind.
Hersteller von Produktionsmitteln und Anlagen:
Für Hersteller von Produktionsmitteln und Anlagen ist VDA 6.4:2005 die richtige Wahl. Als einziges Regelwerk wendet es sich speziell an diejenigen Lieferanten der Automobilindustrie, die keine Teile für das Fahrzeug sondern Anlagen (z.B. Montagelinien), Maschinen (z.B. Roboter) oder Werkzeuge (z.B. Spritzgussformen) herstellen. Der VDA 6.4:2005 eignet sich sowohl für Einzelfertiger (z.B. Lackieranlage, Werkzeugbau) als auch für Serienhersteller (z.B. Roboter, Ersatzteile für Anlagen, Normteile, Katalogteile, Normalien).
Die ISO 9001:2008 – Voraussetzung für eine Zertifizierung im Automobilbereich
Neben der ISO/TS 16949:2002 setzen auch der VDA 6.1:2003 und der VDA 6.4:2005 die EN ISO 9001:2008 voraus. Eine gleichzeitige bzw. vorangegangene Zertifizierung nach EN ISO 9001 ist daher Voraussetzung für eine Zertifizierung im Automobilbereich. Die Angebote von DNV schließen die ISO 9001:2008 in der Regel mit ein, so dass hier kein Zusatzaufwand entsteht.