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HomeNews & InformationenDNV:Direkt - Unser Kundenmagazin >Ausgabe 3 "Erfolg durch Kommunikation"

Erfahrung macht schneller

​Bei Autovision in Salzgitter werden Volkswagen-Automotoren hochseetauglich gemacht. Nach der Ausgliederung von VW im Jahr 2007 benötigte der Produktionsteil eine eigenständige Zertifizierung, um die Schnittstellen zu Volkswagen weiter zu optimieren.
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​Wenn Thomas Wutscherk von Marinisieren spricht, dann mögen so manche Außenstehende erst einmal an Küche und Kochrezepte denken. Für den Leiter des Projekts bei Autovision in Salzgitter heißt es, dass ganz normale Vier-, Fünf- und Sechs-Zylinder-Automotoren von Volkswagen hochseetauglich gemacht werden. „Wir sind hier bei der Volkswagen Industrie und Marinemotoren (VIMM) rund 80 Mitarbeiter in der Fertigung“, erzählt Wutscherk. Sie gehören zum Dienstleister AutoVision, einer VW-Tochter mit rund 7300 Mitarbeitern. „Derzeit haben wir mit diesen Motoren den europäischen und den US-Markt erschlossen“, sagt der Projektmanager, „doch wir möchten unsere Position noch deutlich ausbauen.“

Autovision hat bereits 13 Zertifizierungsprojekte durchgeführt
Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können, ist eine ISO-Zertifizierung natürlich unausweichlich. Obwohl das Unternehmen bereits seit Jahren das ISO-9001-Zertifikat besitzt, führte DNV ein erneutes Audit zur Erstzertifizierung durch. „Da wir im April 2006 von VW ausgegliedert wurden, waren wir plötzlich nicht mehr unter dem Werksmantel zertifiziert“, erklärt Wutscherk. So kam die jüngste Zertifizierung im Herbst 2006 ins Rollen. Für den Qualitätsbeauftragten der Autovision, Andreas Scholz, und viele Mitarbeiter war das Routine. Einige haben bereits die 13. Zertifizierung innerhalb des Unternehmens hinter sich. In Sachen Kommunikation lief daher auch alles wie am Schnürchen. Da die Autovision für ihre Industriemotoren, die vor allem in Gabelstaplern zum Ensatz kommen, aber auch für die Motoren für Schnell- und Wasserskiboote auf normale VW-Motoren zurückgreift, sind die Schnittstellen zum Kunden Volkswagen von enorm wichtiger Bedeutung.

Zentrales Kommunikaitonselement ist der wöchentliche Regeltermin
Die Aufgabe des Zertifizierungsteams bestand daher vor allem darin, diese Schnittstellen zu definieren. Um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten, wurde einmal wöchentlich auf Anregung von DNV-Auditor Jörg Wolschendorf als effektives Tool ein Regeltermin eingeführt, der je nach aktuellem Bedarf in unterschiedlicher Team-Zusammensetzung stattfand – vor allem mit den Meistern der Industrie- und der Marinemotorenfertigung sowie Mitarbeitern aus dem Vertrieb. „Die Kollegen stellten dar, welche Anforderungen sie bereits implementiert haben“, erinnert sich Scholz. Die Ergebnisse wurden dann sowohl an die Unternehmensführung als auch an die Mannschaft weitergeleitet. Innerhalb relativ kurzer Zeit konnte so die Zertifizierung abgeschlossen werden. „Das Volkswagenwerk Salzgitter, aus dessen Verantwortung wir die Montage der Marineund Industriemotoren übernahmen, ist ja schon zertifiziert, sodass wir auf ein solides Fundament zurückgreifen konnten“, betont Scholz. „Es ist uns gelungen, bei der Zertifizierung weit mehr als nur die Norm zu erfüllen, da wir durch den Regeltermin Teams in unterschiedlichen Zusammensetzungen unter einen Hut bringen konnten.“ Die Erfahrungen aus den vorangegangenen Zertifizierungen bildeten den Schlüssel zur Zertifizierungsreife: „Im Grunde waren es nur noch Kleinigkeiten, die da noch zutage traten“, erinnert sich sein Kollege Thomas Wutscherk. Und genau da sieht er die Chancen eines erneuten Audits: „Außenstehende sehen Dinge, die uns selber nicht mehr aufgefallen wären.“

Datum: 21 January 2008