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Erhöhte Kundenzufriedenheit durch Normen

​Eine Studie des Europäischen Komitees für Normung zeigt, dass Dienstleister von Normung profitieren.
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Überall in Europa setzen Unternehmen Normen als Mittel zur Verbesserung der Qualität der angebotenen Dienstleistungen, aber auch zum Nachweis dieser Qualität gegenüber potentiellen Kunden ein. Dies ergibt sich aus einer Umfrage unter Unternehmen und anderen interessierten Kreisen zur Anwendung und Umsetzung Europäischer Normen im Dienstleistungssektor.

Die Ergebnisse dieser europaweit durchgeführten Umfrage wurden in der "Studie über die Umsetzung von Dienstleistungsnormen und ihren Einfluss auf die Entscheidungen von Dienstleistern und Anwendern" zusammengefasst, die im Auftrag von CEN im Laufe des Jahres 2011 von der Technopolis-Gruppe durchgeführt und in diesen Tagen durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) veröffentlicht wurde.
 
Die Umfrageergebnisse fassen die Antworten auf einen Fragebogen zusammen, derUmfrage wurde über die nationalen Normungsinstitute verschickt und von 466 der Befragten in 28 Ländern beantwortet wurde. Fast 2/3 der Antworten (65 %) kamen von Unternehmen des Dienstleistungssektors, mehr als ein Viertel waren kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Die überwältigende Mehrheit der Befragten (93 %) kannte die nationale bzw. Europäische Normung; 84 % davon waren Anwender solcher Normen.
 
Die Adressaten der Umfrage wurden nach dem Nutzen von Dienstleistungsnormen für ihr Geschäft gefragt. Fast alle (95 %) nannten neben anderen Faktoren die "Verbesserung der Qualität der von ihnen angebotenen Dienstleistung" und eine "Vereinfachung des Qualitätsnachweises". Die meisten der Befragten (60 %) wiederum bezeichneten diese Vorteile als maßgeblich. Bemerkenswerterweise benannten allein 75 % der KMU, die an der Umfrage teilnahmen, diese beiden Faktoren als für sie von ausschlaggebender Bedeutung.
 
Als weitere Vorteile wurden von den Anwendern von Dienstleistungsnormen folgende genannt:
  • Erhöhte Kundenzufriedenheit (von 89 % der Teilnehmer)
  • Erhöhtes Vertrauen gegenüber den Dienstleistern (86 %)
  • Verbesserte Transparenz bei den angebotenen Dienstleistungen (86 %)
  • Einheitliche Terminologie (86 %)
  • Verbesserte Beziehungen zwischen den Vertragspartnern (83 %)
  • Unterstützung bei der Erfüllung gesetzlicher und anderer Anforderungen (81 %)
  • Bessere Nutzung von Kennzahlen (81 %)
  • Verbesserte Möglichkeit zum Vergleich von Dienstleistungsangeboten bzw. verschiedener Anbieter (77 %)
  • Unterstützung bei der Erfüllung von Anforderungen in den Bereichen Gesundheitsschutz und Sicherheit (76 %)
  • Erhöhung des Marktanteils (52 %)
  • Verbesserung der Ertragssituation (51 %)
  • Verbesserung der Exportchancen (50 %)
Die meisten der Befragten (69 %) und mehr als 80 % der KMU nehmen in ihrer Werbung auf Normen Bezug.
 
Dr. Andrea Fluthwedel, die Geschäftsführerin des Normenausschusses Dienstleistungen (NADL) und der Koordinierungsstelle Dienstleistungen im DIN sagte über die Situation in Deutschland: „Die Studie zeigt, dass Dienstleistungsunternehmen von der Normung profitieren. Der NADL ist der Partner für Unternehmen, die die Vorteile für sich nutzen wollen. Wir stellen allerdings fest, dass die Dienstleistungsbranche in Deutschland das Potential der Normung und Standardisierung für sich noch lange nicht ausgeschöpft hat."
(Quelle: DIN, CEN)