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Pressemitteilung: DNV Business Assurance erhält weltweit erste Akkreditierung für ISO 50001

​Am 26. Juli 2011 erhielt DNV Business Assurance die Akkreditierung von der niederländischen Akkreditierungsgesellschaft „Dutch Accreditation Council (RvA)“ für die Zertifizierung nach ISO 50001.
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​Die ISO 50001 wurde als internationaler Standard für Energiemanagement von der International Organization for Standardisation (ISO) entwickelt. Ziel war es, Regularien für das Energiemanagement über die europäische Norm EN 16001 hinaus weltweit zu vereinheitlichen. Die ISO unterstreicht in Ihrem Schreiben vom 23. Mai 2011 an die Mitgliedsorganisationen die Wichtigkeit des neuen Standards: „Das neue Dokument […] bietet Organisationen nun die Möglichkeit, nach einem international anerkannten Ansatz ihren Energieverbrauch zu steuern und zu verbessern.“ DNV ist die erste Zertifizierungsgesellschaft, die für beide Energie-Normen – EN 16001 und ISO 50001 – unabhängig durch die RvA akkreditiert wurde.

 

Für DNV Energie-Experte Dirk Vallbracht ist die neue Norm eine logische Weiterentwicklung der EN 16001. „Im Prinzip sind die Standards inhaltlich gleichwertig. Die ISO 50001 Anforderungen sind allerdings in der Regel klarer, eindeutiger und damit besser – auditierbarer – formuliert. In naher Zukunft wird die EN 16001 von der ISO 50001 abgelöst werden. So besteht für alle Unternehmen, die bereits ein Energiemanagementsystem haben oder in Zukunft implementieren wollen, die Notwendigkeit, sich mit der neuen Norm auseinanderzusetzen“, so Vallbracht.

 

Derzeit wird auch beim DIN Deutsches Institut für Normung e. V. an einem möglichst reibungslosen Übergang von der DIN EN 16001 zu einer zukünftigen deutschen Version DIN EN ISO 50001 gearbeitet. Dies wird durch die inhaltliche Ähnlichkeit stark vereinfacht. So können Unternehmen weiterhin Steuerermäßigungen geltend machen, wenn sie ein Energiemanagementsystem einführen.

 

Vorreiter in Sachen Umweltschutz

Weltweiter Vorreiter bei der Zertifizierung nach ISO 50001 ist das Brandix Eco Center in Seeduwa, Sri Lanka. DNV zertifizierte das umweltfreundliche Unternehmen bereits einen Monat nach Erscheinung des Standards. Brandix ist Sri Lankas größter Exporteur von Bekleidung mit einem Jahresumsatz von mehr als 400 Mio US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigt über 30.000 Mitarbeiter in über 32 Produktionsstätten in Sri Lanka, Indien und Bangladesch.

 

Da Brandix bereits vor Erscheinen des Standards am 15. Juni 2011 ein Energiemanagementsystem implementiert hatte und in Übereinstimmung mit dem Standard pflegte, konnte die Zertifizierung rasch erfolgen. “Mit der Zertifizierung nach ISO 50001 hat Brandix einen weiteren Meilenstein bei seinen vielen grünen Ambitionen erreicht.“, sagt Kanagarajah Manokaran, Project Manager, DNV Business Assurance India. “Wir freuen uns sehr, unser erstes ISO 50001 Zertifikat an ein umweltfreundliches Unternehmen wie Brandix auszustellen.“

 

Über die Notwendigkeit von Standards wie ISO 50001 sagt Iresha Somaratne, Leiter des Konzernbereichs Environment & Energy Management bei Brandix: "Mehr als eine Milliarde Menschen in Afrika, Asien und Südamerika haben keinen Zugang zu ausreichender Stromversorgung. Um dieses Problem ohne steigende Kohlendioxid-Emissionen anzugehen, müsste die globale Industrie den Energieverbrauch schätzungsweise um 40% senken. Bei Brandix betrachten wir sowohl lokale als auch globale Prioritäten in unserem Streben nach umweltfreundlicher Produktion."

Umweltfreundlichkeit zahlt sich aus
Die 130.000 m² große „Grüne Fabrik“ produziert Kleidung für einige der weltweit führenden Bekleidungsmarken und verbraucht dabei derzeit durchschnittlich 6.800 kWh Energie pro Tag. Unternehmensweite Initiativen zur Energieeinsparung haben zu einer Reduzierung von CO2 und CO2-äquivalenten Emissionen von 86.322 MT im Jahr 2008 auf 71.936 MT im Jahr 2010 geführt. Der Carbon Footprint des Konzerns reduzierte sich um 17%. Bis Ende 2011 rechnet der Konzern damit, die Emissionen auf 66.000 MT zu reduzieren - trotz Ausbaus der Fertigungskapazitäten.